WIE LANG, O GOTT? 

12.04.2026 um 17:00 Uhr

specerey musicae
Martin Bolterauer | Zink
Johannes Ascher | Barockvioline
Florian Helbich | Barockposaune
Enrico Toffano | Dulzian
Raivis Misjuns | Violone
Samyar Fazeltadeh | Theorbe
Mirjam-Luise Münzel | Viola da Gamba
Mimoe Todo | Cembalo, Orgel & Leitung

gefördert durch

Bild: Menglin Gao

Ohne Worte: Musik des Frühbarock über Leid, Hoffnung und Erlösung

Wie klingt Ostern, wenn man es ganz persönlich erlebt? Das Konzertprogramm **„Wie lang, o Gott“** widmet sich frühbarocker Musik aus Mittel- und Norddeutschland und erzählt von Leid, Hoffnung und Erlösung. Im Mittelpunkt stehen deutschsprachige Motetten, deren Texte oft aus der Ich-Perspektive geschrieben sind. Dadurch richtet sich der Blick nicht allein auf die biblische Passionsgeschichte, sondern auf den Menschen selbst – auf Zweifel, Klage und schließlich auf Hoffnung. Es entsteht eine Art musikalisches „persönliches Ostern“.

Die Motetten werden zunächst instrumental interpretiert: Ohne Worte bringen die Musikerinnen und Musiker die Ausdruckskraft dieser Werke allein durch Klang zum Sprechen. Anschließend werden sie mit Instrumentalstücken verbunden und reflektiert. So entsteht eine universelle Klangsprache, in der Musik die Rolle der Worte übernimmt.

Auch die Besetzung macht das Programm besonders: Die ungewöhnliche Kombination aus Zink, Violine, Posaune, Dulzian oder Viola da Gamba sowie Basso Continuo orientiert sich an den Sonaten des norddeutschen Komponisten Matthias Weckmann. Für heutige Ohren eröffnet diese Klangmischung eine faszinierende, selten zu hörende Farbpalette.

„Wie lang, o Gott“ begibt sich damit auf eine musikalische Spurensuche zu den Ursprüngen der protestantischen Kirchenmusik. Gleichzeitig eröffnet das Programm einen neuen Zugang zu einer Epoche, die die Musikgeschichte im deutschsprachigen Raum nachhaltig geprägt hat.

 

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