DAS ERBE DER HABSBURGER
18.01.2026 um 17:00 Uhr
DUO AGION
Semion Gurevich | Barockvioline
Agnieszka Skorupa | Cembalo

Eine musikalische Brücke zwischen Barock und Klassik
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts erlebte die musikalische Landschaft Europas tiefgreifende stilistische Veränderungen. Während der anhaltende Wettstreit zwischen Anhängern der französischen und der italienischen Musik tobte und deutsche Komponisten in ihren Schriften den sogenannten „vermischten Geschmack“ propagierten, entstand eine bemerkenswert eklektische Szene. Europäische Metropolen konkurrierten um die besten Musiker, die wiederum das musikalische Leben in ihren neuen Heimatstädten prägten, wobei Wien eine besondere Stellung einnahm; seine zentrale Lage in Europa machte die Stadt zu einem Knotenpunkt, durch den Musiker unterschiedlichster Herkunft reisten und sich dort niederließen, wodurch sie schließlich zu einem Schmelztiegel verschiedenster Stilrichtungen wurde.
Es ist daher kaum verwunderlich, dass die österreichischen Komponisten jener Zeit die vielfältigen Strömungen aufgriffen und zu einem eigenständigen, unverkennbaren Stil formten. Französische formale Innovationen, italienische galante Melodien und norddeutsche Kontrapunkt hinterließen alle ihre Spuren in der Musik der österreichischen Komponisten des mittleren 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen selten gespielte Werke von Georg Christoph Wagenseil, Anton Zimmermann, Johann Schobert, Franz Benda und Carlo Zuccari, die diese faszinierende Stilvielfalt widerspiegeln und den musikalischen Aufbruch dieser Epoche hörbar machen.
Das Duo Agion hat mit diesem Programm zwei Sondernpreise beim Internationaler H.I.F. Bieber Wettbewerb 2025 gewonnen.
